[14.12.2016 – 20 Uhr] Freundschaft heute – Buchvorstellung und Diskussion

freundschaftWenn Freunde ein Buch machen… So oder so ähnlich könnte man die Geschichte dieses Büchleins beschreiben. Die Autor*innen interessierte, welche Beziehungen Menschen führen, die aufgrund steigender Scheidungs- und sinkender Geburtenraten weder Kinder noch Verwandte haben? Auf wen greift man zurück, wenn im Alter die Familie als Absicherung ausfällt? Welcher Form sozialer Beziehungen entsprechen Online-Kontakte in Sozialen Netzwerken oder Beziehungen am Arbeitsplatz in der modernen Arbeitswelt?

Freundschaft scheint die naheliegende Antwort auf diese Fragen zu sein. Der Band liefert erstmalig eine Einführung in die Freundschaftssoziologie. Die Beiträge bieten einen Überblick über soziologisches Basiswissen zu Freundschaft und Einblicke in die Vielfalt von Freundschaftsphänomenen. Nicht zuletzt wird dabei die Frage beantwortet: Wie stellt sich Freundschaft heute dar?

Wir laden an diesem Abend ein mit zwei der Autor*innen die Bedeutung der Freundschaft heute zu diskutieren.

Sabine Flick (Dr. phil.) ist Wissenschaftlerin am Institut für Soziologie der Universität Frankfurt am Main und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt.

Janosch Schobin (Dr. rer. pol.) leitet die Nachwuchsgruppe »Gamifizierung als soziologisches Problem« an der Universität Kassel.

[19.5.2016 – 20 Uhr] CRAFT: Literarische Verkostung von Bier und Buch mit Dietmar Flucke

FlascheImmer mal wieder wird alles neu erfunden: Rollschuhe werden zu Inlinern, Hausmannskost zu Slowfood oder eben ein gemeinsames Feierabendbier zum Craftbeer-Tasting.

Zu jeder Mode ihre Literatur: „Bier ist gesund, Bier hat eine uralte Tradition, Bier ist wertvolles Kulturgetränk, Bier ist nur Bier nach dem Reinheitsgebot, die Biervielfalt muss neu entdeckt werden, Bier ist Genuss, Craftbeer der letzte Schrei, nur Banausen trinken Fernsehbiere, Kreativbiere und Bier-Sommeliers braucht das Land!“

An diesem Abend führt KFZ-Mechaniker, Dipl. Pol. und Bierenthusiast Dietmar Flucke durch Stilblüten und neue Meistererzählungen aus der „neuen“ und alten Literatur rund um Bier und Bierbrauen.
Dazu wird Craftbeer gereicht; Tipps zum Verkosten und Schmecken gibt es gratis.

[10.02.16 – 20 Uhr] Kitchen Politics – Buchvorstellung und Diskussion mit Felicita Reuschling und Susanne Schultz

kitchenpoliticsCare*AK Frankfurt proudly presents

Buchvorstellung und Diskussion mit Felicita Reuschling und Susanne Schultz

Kitchen Politics (Hg.): Sie nennen es Leben, wir nennen es Arbeit. Biotechnologie, Reproduktion und Familie im 21. Jahrhundert

Der dritte Band der Reihe Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen “Sie nennen es Leben, wir nennen es Arbeit ist eine feministisch und marxistisch inspirierte Analyse des globalen Marktes für Reproduktionstechnologien von den Autorinnen Melinda Cooper und Catherine Waldby. Für sie ist dieses Projekt Ausgangspunkt grundlegender Analysen der aktuellen Transformationen von Arbeit, Reproduktion und Familie.

Das Buch dokumentiert sowohl einführende als auch neue vertiefende Arbeiten. Felicita Reuschling und Susanne Schultz von Kitchen Politics diskutieren […], wie politische Kämpfe innerhalb und jenseits von Arbeitsverhältnissen aussehen könnten, beziehen die aktuelle deutsche Gemengelage mit ein und reflektieren, welche Auswirkungen der kapitalistische Realismus auf die Lebbarkeit utopischer Lebensformen hat.” (www.edition-assemblage.de/sie-nennen-es-leben-wir-nennen-es-arbeit)

Der Care*AK Frankfurt setzt sich seit 2014 kritisch mit Debatten und politischen Interventionen rund um Reproduktions- und Carearbeiten im bundesdeutschen Kontext auseinander. Mehr Infos: http://careakfrankfurt.jimdo.com/

Mit feministischer Unterstützung durch das AFLR FFM und die Karl Marx Buchhandlung

[4.2.2016 – 20 Uhr] Der AfE-Turm zwischen Kitsch und Kritik – Buchvorstellung und Diskussion

flyer_swDie groteske Gefühlsmischung aus Trauer, Wehmut, Freude, Jubel und Genugtuung mit welcher der AfE-Turm am 02. Februar 2014 gesprengt wurde wird vielen, die an diesem Morgen ihren Weg zum Campus Bockenheim gefunden haben noch lang im Gedächtnis bleiben. In gewisser Weise stand die Sprengung sinnbildlich dafür, was der AfE-Turm war – ein umkämpfter und ambivalenter Ort auf der Grenze zwischen Bockenheim und Westend. An Verklärungen, Zuschreibungen und Narrativen rund um den Turm hat es nicht gemangelt: die Erzählungen schwanken zwischen Symbol der Kritischen Theorie auf der einen, zerfallenes und dreckiges Seminargebäude auf der anderen Seite; Relikt einer ‚demokratischen Architektur’ auf der einen, brutalistisches Betonmonstrum auf der anderen Seite; Zentrum des studentischen Protests auf der einen, anachronistisches Überbleibsel des alten Bildungssystems auf der anderen. Die Aufzählungen ließen sich beliebig fortsetzen und stellen jeweils zwei Seiten einer Medaille dar.

Im Anschluss an die Veröffentlichung des Sammelbandes „Turmgeschichten: Raumerfahrung und -aneignung im AfE-Turm“, herausgegeben von Minna Kristiina Ruokonen-Engler, Lucas Pohl, Anna Dichtl, Jessica Lütgens und David Schommer, möchten wir einen Blick auf beide Seiten des Turms werfen und diskutieren, wie diese in ihrer jeweiligen Spezifik aber auch Gemeinsamkeit zu denken sind.

Gemeinsam mit Norma Schneider, Katharina Rhein und Daniel Keil – allesamt Autor_innen des Buches – gilt es die kitschig-nostalgischen, sowie die kritisch-progressiven Facetten des Turms herauszustreichen und infrage zu stellen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Jessica Lütgens und Lucas Pohl