[5. Juni] Café Marx

Lie­be Freund*innen der Karl Marx Buch­hand­lung,

am 5. Juni 2024, 20 Uhr laden wir euch herz­lich zur Buch­prä­sen­ta­ti­on von »Café Marx« von Phil­ipp Len­hard im Gespräch mit Dirk Braun­stein ein, eine Ver­an­stal­tung in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Sozi­al­for­schung.

Die Ent­wick­lung der am Insti­tut ent­stan­de­nen Kri­ti­schen Theo­rie ist kei­nes­wegs abge­schlos­sen. Als zeit­ge­bun­de­ne Gesell­schafts­kri­tik, die in die jeweils herr­schen­den poli­ti­schen, sozia­len und kul­tu­rel­len Ver­hält­nis­se inter­ve­niert, ist ihr der Gedan­ke eines abge­schlos­se­nen Gedan­ken­sys­tems sogar aus­ge­spro­chen fremd. Den­noch mar­kie­ren der Tod Theo­dor W. Ador­nos (1969), Fried­rich Pol­locks (1970), Max Hork­hei­mers (1973) – um nur die wich­tigs­ten Akteu­re der Nach­kriegs­zeit zu nen­nen – einen Bruch in dem, was das Insti­tut geschicht­lich und intel­lek­tu­ell einst aus­ge­zeich­net hat. Wer begrei­fen möch­te, was die Kri­ti­sche Theo­rie in ihrem Kern aus­macht, soll­te sich über ihre his­to­ri­sche Gene­se im Kla­ren sein. Phil­ipp Len­hard erzählt die Geschich­te des Insti­tuts für Sozi­al­for­schung von den Anfän­gen nach dem Ers­ten Welt­krieg bis zur Ent­ste­hung der »Frank­fur­ter Schu­le« in den 1960er Jah­ren.

Phil­ipp Len­hard ist DAAD Pro­fes­sor of Histo­ry and Ger­man an der Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia, Ber­ke­ley.
Dirk Braun­stein ist Lei­ter des Archivs am Insti­tut für Sozi­al­for­schung in Frank­furt am Main.

Die Ver­an­stal­tung beginnt am 5. Juni 2024, um 20:00 Uhr in der Karl Marx Buch­hand­lung, Jor­dan­stra­ße 11, 60486 Frank­furt am Main.

Der Ein­tritt ist — wie immer — frei.

Wir freu­en uns auf euch und auf eine span­nen­de Dis­kus­si­on.

[23. April] Für einen fort­schritt­li­chen Rechts­staat

Der Dis­kurs der radi­ka­len Rech­ten kapert den Begriff des Rechts­staats. An unse­rem Dis­kus­si­ons­abend mit Maxi­mi­li­an Pichl und Dani­el Mul­lis wol­len wir uns kri­tisch mit dem Law-and-Order-Den­ken aus­ein­an­der­set­zen.

Gemein­sam stel­len sie ihre bei­den neu­en Bücher vor: Von Maxi­mi­li­an Pichl erscheint Law statt Order. Der Kampf um den Rechts­staat (Suhr­kamp) und von Dani­el Mul­lis Der Auf­stieg der Rech­ten in Kri­sen­zei­ten. Die Regres­si­on der Mit­te (Reclam).

Dani­el Mul­lis unter­sucht, für wel­che Bot­schaf­ten die gesell­schaft­li­che Mit­te emp­fäng­lich ist. War­um sind rech­te und rechts­extre­me Bewe­gun­gen in Kri­sen­zei­ten so erfolg­reich? Mit wel­chen Stra­te­gien über­zeu­gen sie die Mehr­heit davon, dass die Ver­tei­di­gung der eige­nen Pri­vi­le­gi­en wich­ti­ger ist als Soli­da­ri­tät oder Ver­zicht? In zahl­rei­chen Gesprä­chen arbei­tet Mul­lis die bun­des­deut­sche Befind­lich­keit unse­rer Gegen­wart her­aus — und er fragt danach, wie pro­gres­si­ve Poli­tik in unsi­che­ren Zei­ten gelin­gen kann.

Maxi­mi­li­an Pichl wie­der­um unter­sucht, war­um in vie­len poli­ti­schen Debat­ten der Rechts­staats­be­griff ord­nungs­po­li­tisch im Sin­ne eines Law & Order umge­deu­tet wird. Wenn z.B. Klimaaktivist:innen mit der „vol­len Här­te des Rechts­staats“ gedroht wird, hat das Fol­gen für den Begriff. In Ver­ges­sen­heit gerät dabei, dass Rechts­staat nicht Här­te bedeu­tet, son­dern die Bin­dung staat­li­chen Han­delns an das Gesetz. Dem Law-and-Order-Den­ken setzt Pichl die lan­ge Geschich­te juris­ti­scher Kämp­fe ent­ge­gen, in denen sich Anwäl­te und Akti­vis­ten für eine Begren­zung poli­ti­scher Will­kür ein­ge­setzt haben.

Am Diens­tag, den 23. April 2024, 20:00 Uhr fin­det die Dop­pel­buch­vor­stel­lung und Lesung mit anschlie­ßen­dem Gespräch in der Karl Marx Buch­hand­lung, Jor­dan­stra­ße 11, 60486 Frank­furt am Main statt.

Der Ein­tritt ist — wie immer — frei.