Die Wirk­sam­keit des Wis­sens

Wis­sen­schaft­li­ches Wis­sen ist und kann mehr, als ein­fach nur wahr sein. Wahr­hei­ten ste­hen uns nicht ein­fach nur pas­siv zur Ver­fü­gung, son­dern brin­gen uns und unse­re Fra­gen selbst mit her­vor. Unser Wis­sen macht uns zu dem, was wir sind. Doch wie kön­nen wir den inter­nen Bezie­hun­gen zwi­schen Wahr­heit und Wis­sen einer­seits sowie Poli­tik und Gesell­schaft ande­rer­seits glei­cher­ma­ßen gerecht wer­den? Die­se Auf­ga­be stellt sich der neue Ent­wurf für eine poli­ti­sche Epis­te­mo­lo­gie von Frie­der Vogel­mann.

Am 7. Novem­ber 2022 kommt er zu uns in die Buch­hand­lung, um sein neu­es Buch dazu vor­zu­stel­len. Im Gespräch mit Chris­toph Men­ke* wird es dar­um gehen, wie eine moder­ne Erkennt­nis­theo­rie die Wahr­heit und die Wirk­sam­keit von Wis­sen glei­cher­ma­ßen berück­sich­ti­gen kann. Die­se Ver­bin­dung zieht weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen für unser Ver­ständ­nis von sozio­lo­gi­schem Wis­sen und poli­ti­schen Theo­rien nach sich: für die gegen­wär­ti­ge Debat­te über Unwahr­hei­ten in der Poli­tik, für die mög­li­chen For­men von Gesell­schafts­kri­tik und für die Refle­xi­on der Phi­lo­so­phie auf sich und ihre Geschich­te.

Los geht es um 20:00 Uhr, eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich. Es wird wäh­rend und nach der Ver­an­stal­tung viel Gele­gen­heit zur Dis­kus­si­on geben — und wie immer auch etwas zu trin­ken.

*Lei­der kann Chris­toph Men­ke wg. einer Erkran­kung nicht teil­neh­men. An sei­ner statt begrü­ßen wir ganz herz­lich Jonas Hel­ler von der prak­ti­schen Phi­lo­so­phie hier in Frank­furt, der kurz­fris­tig ein­springt und die Mode­ra­ti­on über­nimmt!

Hara­way lesen!

Don­na Hara­way gilt bereits seit den 1980er Jah­ren als wich­ti­ge Stich­wort­ge­be­rin femi­nis­ti­scher Debat­ten. Mit ihrer Figur der Cyborg, dem Hin­weis auf die „Unrein­heit“ jeg­li­cher Ver­kör­pe­rung und den Poten­zia­len femi­nis­ti­scher Tech­no­lo­gie­an­eig­nung und ‑kri­tik ist ihr Den­ken in den letz­ten Jah­ren ange­sichts sich zuspit­zen­der öko­lo­gi­scher Kri­sen und der inten­si­vier­ten Digi­ta­li­sie­rung wie­der ver­mehrt im Kon­text kri­ti­scher Theo­rien auf­ge­grif­fen wor­den.

Vor dem Hin­ter­grund der Neu­erschei­nun­gen von Dag­mar Fink und Katha­ri­na Hop­pe „Cyborg Wer­den“ und „Don­na Hara­way zur Ein­füh­rung“ dis­ku­tie­ren wir mit den Autorin­nen über Mög­lich­kei­ten und Gren­zen der Haraway’schen Theo­rie­bil­dung.

Die Ver­an­stal­tung wird von Vicky Kluz­ik mode­riert. Wie immer wer­den wir viel Gele­gen­heit zur Dis­kus­si­on haben und der Ein­tritt ist eben­falls wie immer frei.