[22. Janu­ar] Wirt­schaft, Demo­kra­tie und libe­ra­ler Sozia­lis­mus

Lie­be Freund*innen der Karl Marx Buch­hand­lung,

am 22. Janu­ar 2024, 20:00 Uhr laden wir euch herz­lich zur Buch­prä­sen­ta­ti­on von “Wirt­schaft, Demo­kra­tie und libe­ra­ler Sozia­lis­mus” von Han­nes Kuch im Gespräch mit Mari­na Mar­ti­nez Mateo und Mar­tin Saar ein.

Die Ver­an­stal­tung ist Teil der Rei­he Pris­men. IfS bei marx&co in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Sozi­al­for­schung.

Je aus­ge­präg­ter das Wis­sen um mach­ba­re Alter­na­ti­ven zum kapi­ta­lis­ti­schen Markt, des­to wirk­mäch­ti­ger die Kri­tik an die­ser Wirt­schafts­form. Von die­ser Annah­me ist Han­nes Kuchs Stu­die gelei­tet, die eine neue Form der Kapi­ta­lis­mus­kri­tik ent­wi­ckelt und Alter­na­ti­ven zum Kapi­ta­lis­mus ana­ly­siert. Der kapi­ta­lis­ti­sche Markt unter­wan­dert das, was G. W. F. Hegel “Sitt­lich­keit” nann­te: ein leben­di­ges, wirk­sa­mes Ethos demo­kra­ti­scher Gerech­tig­keit. Dar­aus ergibt sich die For­de­rung, dass demo­kra­ti­sche Fähig­kei­ten bereits in der Wirt­schaft ein­ge­übt und wach­ge­hal­ten wer­den müs­sen. Das ist die lei­ten­de Idee des libe­ra­len Sozia­lis­mus. Die Umris­se die­ser Wirt­schafts­form wer­den in Aus­ein­an­der­set­zung mit der Idee einer Eigen­tü­mer­de­mo­kra­tie ent­fal­tet, die John Rawls als Alter­na­ti­ve zum Kapi­ta­lis­mus ent­wi­ckelt.

Im Gespräch mit Mari­na Mar­ti­nez Mateo und Mar­tin Saar stellt Han­nes Kuch sei­ne The­sen zur Dis­kus­si­on. Sein Buch ist vor Kur­zem in der Schrif­ten­rei­he des Insti­tuts für Sozi­al­for­schung erschie­nen.

Han­nes Kuch ist Pri­vat­do­zent am Insti­tut für Phi­lo­so­phie der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt a. M.

Mari­na Mar­ti­nez Mateo ist Juni­or­pro­fes­so­rin für Medi­en- und Tech­nik­phi­lo­so­phie an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Mün­chen.

Mar­tin Saar ist Pro­fes­sor für Sozi­al­phi­lo­so­phie an der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt a. M. und Mit­glied des Kol­le­gi­ums am Insti­tut für Sozi­al­for­schung.

Die Ver­an­stal­tung beginnt am 22. Janu­ar 2024, um 20:00 Uhr in der Karl Marx Buch­hand­lung, Jor­dan­stra­ße 11, 60486 Frank­furt am Main.

Der Ein­tritt ist — wie immer — frei.

Wir freu­en uns auf euch und auf eine span­nen­de Dis­kus­si­on.

[9. Janu­ar] Gefähr­li­che Abs­trak­tio­nen — Ter­min­än­de­rung!

TERMINÄNDERUNG: Lie­be Freund*innen, lei­der muss die Ver­an­stal­tung ver­scho­ben wer­den. Wir geben Bescheid, sobald ein Nach­hol­ter­min fest­steht.

Gegen Regie­ren und Kri­mi­na­li­sie­ren mit Bernd Beli­na und Tobi­as Sin­geln­stein

Lie­be Freund*innen der Karl Marx Buch­hand­lung,

am 9. Janu­ar 2024, um 20:00 Uhr laden wir zur Buch­prä­sen­ta­ti­on von “Gefähr­li­che Abs­trak­tio­nen. Regie­ren mit­tels Kri­mi­na­li­sie­rung und Raum” von Bernd Beli­na im Gespräch mit Tobi­as Sin­geln­stein ein.

Gesell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se wer­den mit­tels Raum­pro­duk­tio­nen eben­so wie mit­tels Kri­mi­na­li­sie­run­gen orga­ni­siert und regiert. Bei­de Stra­te­gien basie­ren auf inter­es­sen­ge­lei­te­ten und fol­gen­rei­chen Abs­trak­tio­nen. Wo sie zusam­men­kom­men, wer­den im Namen der Sicher­heit ver­meint­lich gefähr­li­che Räu­me pro­du­ziert, um mar­gi­na­li­sier­te Grup­pen zu kon­trol­lie­ren und zu schi­ka­nie­ren, um Gen­tri­fi­zie­rung vor­zu­be­rei­ten, Moral­pa­ni­ken zu ent­fa­chen und Gesell­schaf­ten zu regie­ren.

In “Gefähr­li­che Abs­trak­tio­nen” hat Bernd Beli­na Bei­trä­ge von 2005 bis heu­te zusam­men­ge­stellt und um eine umfang­rei­che Ein­lei­tung ergänzt. Er the­ma­ti­siert mit Fokus auf Deutsch­land und die USA räum­li­che Aspek­te des (Polizei-)Rechts (Gefah­ren­or­te, Auf­ent­halts­ver­bo­te, Anti-Loi­te­ring Laws), Ideo­lo­gien (Zero Tole­rance, Bro­ken Win­dows, öffent­li­cher Raum) und Tech­no­lo­gien (Kri­mi­na­li­täts­kar­tie­rung, Video­über­wa­chung, Pre­dic­ti­ve Poli­cing) sowie deren Resul­ta­te (Racial Pro­fil­ing, Ver­trei­bung, Ver­si­cher­heit­li­chung). Die Bei­trä­ge ver­bin­den Radi­cal Geo­gra­phy und Kri­ti­sche Kri­mi­no­lo­gie mit Zeit­dia­gno­sen und kri­ti­schen Inter­ven­tio­nen.

Tobi­as Sin­geln­stein ist Pro­fes­sor für Kri­mi­no­lo­gie und Straf­recht an der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt und u.a. Co-Autor von “Gewalt im Amt. Über­mä­ßi­ge poli­zei­li­che Gewalt­an­wen­dung und ihre Auf­ar­bei­tung” (2023 mit Lai­la Abdul-Rah­man, Han­nah Espín Grau und Lui­se Klaus) und “Die Poli­zei. Hel­fer, Geg­ner, Staats­ge­walt. Inspek­ti­on einer mäch­ti­gen Orga­ni­sa­ti­on” (2022 mit Ben­ja­min Derin) sowie Mit­her­aus­ge­ber von “Ras­sis­mus in der Poli­zei. Eine wis­sen­schaft­li­che Bestands­auf­nah­me” (2022 mit Danie­la Hunold).

Im Fokus des Gesprächs steht die Fra­ge, wo wir in Bezug auf das sozi­al selek­ti­ve Regie­ren mit­tels Kri­mi­na­li­sie­run­gen hier­zu­lan­de aktu­ell ste­hen und was dage­gen zu tun ist. Wir freu­en uns, dass wir die­se wich­ti­gen Fra­gen von Geo­gra­phie, Gesell­schaft und Recht bei uns mit einem all­ge­mei­nen Publi­kum dis­ku­tie­ren kön­nen.

Der Ein­tritt ist – wie immer – frei.

Die Ver­an­stal­tung beginnt am 09.01.2024, um 20:00 Uhr bei uns in der Karl Marx Buch­hand­lung in Frankfurt/Bockenheim, Jor­dan­stra­ße 11.

Bis dann,
Eure Karl Marx Buch­hand­lung