Die radikale Linke im roten Jahrzehnt

Geschichte der Bewegung – Bewegung der Geschichte

Mit drei Veranstaltungen möchten wir das zentrale Jahrzehnt der radikalen Linken in Deutschland in den Augenschein nehmen: Ein autobiografischer Bericht, eine Analyse der Argumente und Handlungsmuster der „68er“ und eine Studie zur Bewegung an sich erkunden die Vielfältigkeit des „roten Jahrzehnts“.

Wie lässt sich die Geschichte eines kulturellen Wandels schreiben, ohne dabei seine innere Widersprüchlichkeit zu glätten? Wie können die uneingelösten Versprechen von Emanzipation und Befreiung aus der Vergangenheit im Hier und Heute erneut relevant werden?

Mittwoch, 22. Mai 2019, 20 Uhr:
Sebastian Kasper stellt sein neues Buch „Spontis – Eine Geschichte antiautoritärer Linker im roten Jahrzehnt“ vor; Moderiert von Rolf Engelke.

Donnerstag, 6. Juni 2019, 20 Uhr:
Lothar Binger liest aus seiner Autobiographie zwischen Untergrund-Zeitung, Hausbesetzung und Kinderladen; Moderiert von Freia Anders.

Donnerstag, 11. Juli 2019, 20 Uhr:
Alexander Sedlmaier diskutiert mit Gottfried Oy über den modernen Konsum als scheinbares „Reich der Freiheit“, seine marxistische Interpretation und den radikalen Widerstand gegen Staat und Konsumterror.

[25.4.19 – 20:00] Brot und Rosen und Frankfurt – Buchvorstellung und Diskussion


Andrea d’Atri ist Mitbegründerin der argentinischen “Pan y Rosas” Gruppe, die in den letzten Jahren zu einer der größten sozialistischen Frauenorganisationen weltweit gewachsen ist. Unter dem Titel “Geschlecht und Klasse im Kapitalismus” hat sie eine bemerkenswerte Einführung in die Geschichte und Theorie des feministischen Sozialismus geschrieben.


Am 25. April um 20:00 wird die Übersetzerin des Bandes ins Deutsche, die Berliner Ökonomin Lilly Schön, den Band in der Karl Marx Buchhandlung vorstellen und mit dem Frauen*streikbündnis Frankfurt Möglichkeiten diskutieren, gegen den globalen Rechtsruck wieder in die Offensive zu kommen.

Liebe Freund*innen der Karl Marx Buchhandlung…

Update: Wir haben heute die freudige Nachricht erhalten, dass die Versteigerung abgesagt wurde und nicht stattfinden wird. Wir sind damit wohl vorerst nicht mehr unmittelbar bedroht. Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung und die vielen Solidaritätsbekundungen, wir halten euch auf dem Laufenden!

…das Haus in dem sich unser Ladenlokal seit 1971 befindet (die Jordanstraße 11 in Frankfurt-Bockenheim) soll Mitte April zwangsversteigert werden. Damit ist unser Mietverhältnis bedroht. Für uns ist klar: Wir wollen weiter in der Jordanstraße Bücher verkaufen!

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht abzusehen, wie das Verfahren ausgeht. Ab Mitte April jedoch kann alles recht schnell gehen. Deshalb sammeln wir bereits jetzt eure Unterschriften. Die Listen für selbige liegen ganz offline bei uns im Laden aus. Diese Aktion hat vor allem Symbolcharakter und soll zeigen, dass die Karl Marx Buchhandlung nach Bockenheim gehört und ihr uns unterstützt!

Hinterlasst uns gerne einen Kommentar (oder eine Liebeserklärung) unterhalb dieses Beitrags oder auf Facebook.

Update: Auf vielfachen Wunsch hin haben wir ein offenes Etherpad bei systemli eingerichtet, das eure Unterschriften aufnehmen kann. https://pad.systemli.org/p/diC53WiPmHfOa5vCO94B-keep

Wir halten Euch hier künftig auf dem Laufenden.

Herzlich
Eure Karl Marx Buchhandlung