Lie­be Freund*innen der Karl Marx Buch­handlung…

Update: Wir haben heu­te die freu­di­ge Nach­richt erhal­ten, dass die Ver­stei­ge­rung abge­sagt wur­de und nicht statt­fin­den wird. Wir sind damit wohl vor­erst nicht mehr unmit­tel­bar bedroht. Vie­len herz­li­chen Dank für eure Unter­stüt­zung und die vie­len Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen, wir hal­ten euch auf dem Lau­fen­den!

…das Haus in dem sich unser Laden­lo­kal seit 1971 befin­det (die Jor­dan­stra­ße 11 in Frank­furt-Bocken­heim) soll Mit­te April zwangs­ver­stei­gert wer­den. Damit ist unser Miet­ver­hält­nis bedroht. Für uns ist klar: Wir wol­len wei­ter in der Jor­dan­stra­ße Bücher ver­kau­fen!

Zum jet­zi­gen Zeit­punkt ist noch nicht abzu­se­hen, wie das Ver­fah­ren aus­geht. Ab Mit­te April jedoch kann alles recht schnell gehen. Des­halb sam­meln wir bereits jetzt eure Unter­schrif­ten. Die Lis­ten für sel­bi­ge lie­gen ganz off­line bei uns im Laden aus. Die­se Akti­on hat vor allem Sym­bol­cha­rak­ter und soll zei­gen, dass die Karl Marx Buch­handlung nach Bocken­heim gehört und ihr uns unter­stützt!

Hin­ter­lasst uns ger­ne einen Kom­men­tar (oder eine Lie­bes­er­klä­rung) unter­halb die­ses Bei­trags oder auf Face­book.

Update: Auf viel­fa­chen Wunsch hin haben wir ein offe­nes Ether­pad bei sys­tem­li ein­ge­rich­tet, das eure Unter­schrif­ten auf­neh­men kann. https://pad.systemli.org/p/diC53WiPmHfOa5vCO94B-keep

Wir hal­ten Euch hier künf­tig auf dem Lau­fen­den.

Herz­lich
Eure Karl Marx Buch­handlung

[14.3.2019 — 19 Uhr!] Novem­ber­re­vo­lu­ti­on und März­kämp­fe — Lesung und Dis­kus­si­on mit Klaus Gie­ting­er

100 Jah­re nach dem Novem­ber 1918 ist die­se Revo­lu­ti­on fast ver­ges­sen. Dabei war sie tat­säch­lich ein Auf­bruch, ein Auf­bäu­men gegen die herr­schen­den Klas­sen. Matro­sen, Sol­da­ten und Arbei­ter hat­ten genug von den alten Eli­ten, sie woll­ten das all­ge­mei­ne Wahl­recht, die Ver­ge­sell­schaf­tung der Pro­duk­ti­on, die Zer­schla­gung des Mili­ta­ris­mus und Basis­de­mo­kra­tie. Klaus Gie­ting­ers neue Bücher sind ein flam­men­des Plä­doy­er dafür, die ver­pass­te sozia­le Revo­lu­ti­on zwi­schen Kie­ler Matro­sen­auf­stän­den und Wei­ma­rer Repu­blik dem Ver­ges­sen zu ent­rei­ßen.

Klaus Gie­ting­er, Sozi­al­wis­sen­schaft­ler und Dreh­buch­au­tor wur­de bekannt mit sei­nen Büchern zur Ermor­dung von Rosa Luxem­burg und Karl Lieb­knecht und mit sei­ner Stu­die „Der Kon­ter­re­vo­lu­tio­när. Wal­de­mar Pabst – eine deut­sche Kar­rie­re“. Sein zusam­men mit Mar­got Ove­r­ath unter Mit­ar­beit von Uwe Souk­up gedreh­ter Doku­men­tar­film „Wie starb Ben­no Ohnes­org? – Der 2. Juni 1967“ wur­de 2018 für den Grim­me-Preis nomi­niert. Außer­dem schrieb und dreh­te Gie­ting­er meh­re­re Tat­ort-Fil­me.