[Do., 31.10., 20:00] Kri­tik der Bio­po­li­tik – Kri­tik der Gesell­schaft?

Buch­vor­stel­lung und Podi­ums­dis­kus­si­on

Bio­po­li­tik wird meist ent­we­der als inhalt­lich defi­nier­tes Poli­tik­feld ver­stan­den in dem es um die Bezie­hung zwi­schen Poli­tik und Lebens­wis­sen­schaf­ten geht – oder for­mal als Struk­tur­prin­zip des Rechts. Hele­ne Ger­hards und Kath­rin Braun haben jetzt einen Sam­mel­band her­aus­ge­ge­ben, in dem eine wei­te­re Per­spek­ti­ve dis­ku­tiert wird: Inwie­fern Bio­po­li­tik auch als sozi­al­theo­re­ti­sches Kon­zept gedeu­tet wer­den kann.

Das Kon­zept der Bio­po­li­tik mar­kiert den gesell­schaft­li­chen „Kampf­platz“, auf dem die Aus­for­schung von Lebens­pro­zes­sen sich auf je beson­de­re Wei­se mit der For­mie­rung von Macht­be­zie­hun­gen und Sub­jek­ti­vie­rungs­for­men ver­bin­det. Doch inwie­weit ist es geeig­net, um die Ana­ly­se die­ser Pro­zes­se und ihres Zusam­men­wir­kens in den Hori­zont einer kri­ti­schen Gesell­schafts- und Kapi­ta­lis­mus­kri­tik zu stel­len? Wie ver­bin­den sich dar­in Technologie‑, Macht- und Kapi­ta­lis­mus­kri­tik? Wie aktu­ell sind die von Fou­cault bestimm­ten For­men von Bio­po­li­tik und Bio­macht und die dar­an vor­ge­brach­te Kri­tik heu­te noch?

Die­se und wei­te­re Fra­gen wol­len die Her­aus­ge­be­rin­nen von „Bio­po­li­ti­ken – Regie­run­gen des Lebens heu­te“ (Sprin­ger VS, 2019) am 31. Okto­ber 2019, 20 Uhr, gemein­sam mit Alex Stru­we, Peter Weh­ling und Susan­ne Schultz in der Karl-Marx-Buch­handlung dis­ku­tie­ren.

Der Ein­tritt ist – wie immer – frei und wir freu­en uns auf eine span­nen­de Kon­tro­ver­se!

[Do., 11. Juli] — Kon­sum und Gewalt

Vor­trag von Alex­an­der Sedl­mai­er

Der moder­ne Kapi­ta­lis­mus, wie wir ihn ken­nen — sei­ne Sub­jek­te und sei­ne typi­sche Art, zu kon­su­mie­ren und zu repro­du­zie­ren — ist nicht ein­fach von selbst ent­stan­den, son­dern ist das Pro­dukt von vie­len ver­schie­de­nen, gewon­ne­nen und ver­lo­re­nen, Kämp­fen: Die Prei­se im Nah­ver­kehr, die Art und Wei­se, wie wir woh­nen, die (Un-)Abhängigkeit der Medi­en: Alex­an­der Sedl­mai­er zeich­net in sei­nem Buch “Kon­sum und Gewalt” Kon­flik­te bei der Her­aus­bil­dung des moder­nen Kon­sum­ka­pi­ta­lis­mus in der Bun­des­re­pu­blik nach.


Mode­riert wird die drit­te Ver­an­stal­tung aus unse­rer Rei­he von Gott­fried Oy, der Ein­tritt ist — wie immer — frei und wir freu­en uns auf span­nen­de Dis­kus­sio­nen!